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HERZLICH WILLKOMMEN |

„Das Gebet
gehört niemanden,
sondern ist Geschenk für alle“
(freré Han Yol)
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„Die Erfahrung von Gemeinschaft … stellt uns vor die Frage: Wie kommt es, dass wir eine so tiefe Gemeinschaft leben können, wo wir von so verschiedenen Horizonten herkommen? Ist diese Gemeinschaft nicht ein Zeichen dafür, dass die Botschaft des Evangeliums kein toter Buchstabe ist, sondern eine Quelle neuen Lebens, die uns von Christus kommt? Christus ist heute lebendig. Ohne irgendetwas aufzudrängen begleitet er jeden Menschen. Er führt uns zusammen. … Frère Roger war wie von einer Leidenschaft für die Gemeinschaft durchdrungen. Das Vertrauen auf Gott, Christus und den Heiligen Geist war für ihn untrennbar von der Suche nach Versöhnung und Frieden unter den Menschen. … Die Kirche ist keine Sondergesellschaft. Christus sendet die Menschen, die an ihn glauben, in die Welt hinaus, um Sauerteig des Vertrauens und des Friedens, um Salz der Erde zu sein. In diesem Sinn sprach Frère Roger vom „Christus der Gemeinschaft“. Wie können wir den Skandal der Spaltung zwischen den Christen fortbestehen lassen? Dies geht so weit, dass wir diese Spaltungen nicht einmal mehr als Skandal empfinden! Zwischen den verschiedenen Spiritualitäten und Traditionen wird immer eine Vielfalt bestehen müssen. Unsere Resignation reicht aber so weit, dass wir diese Vielfalt zum Vorwand nehmen, nicht mehr nach der sichtbaren Einheit zu suchen. In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts gab es bedeutende Vorstöße hin zur Versöhnung unter den Christen. Wir wollen heute nicht auf der Stelle treten und uns in einem Parallelismus einrichten. Mit Entschlossenheit wollen wir alles tun, um zur sichtbaren Einheit unter Christen zu gelangen. Dies bedeutet, dass wir aufeinander zugehen, um einen Austausch an Gaben zu verwirklichen: das Beste herausfinden, das Gott in die anderen gelegt hat. Dies bedeutet auch gemeinsam alles zu tun, was möglich ist, und wir können viel mehr gemeinsam tun als wir denken. Dies bedeutet vor allem, mehr zusammen zu beten. Uns öfter gemeinsam zu Wortgottesdiensten zusammenfinden, heißt bereits die Einheit vorwegnehmen und es dem Heiligen Geist überlassen, uns zu vereinen. Dies wird zweifellos auch den theologischen Dialog voranbringen können.“ Fr. Alois während des Europäischen Jugendtreffens in Berlin 2011/2012 |